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Digitalisierung in der Steuerberatung: Verpassen Steuerberater den Anschluss?

Umfrageergebnisse werfen aktuelle Fragen auf: Verpassen Steuerberater den Anschluss? Ein Blick hinter die Kulisse…

Mahlen die Mühlen in der Steuerberatung zu langsam? Machen die Kanzleien ihrem verstaubten Image doch noch immer alle Ehre? Oder erobern Digitalisierung und wachsende Mobilitätsansprüche nun auch den Markt der Steuerberatung? Wir haben uns auf den Weg gemacht, um das herauszufinden…

Bei den durchgeführten Befragungen haben wir, die Firma TrustStone Software GmbH, die aktuelle Lage für die Städte Düsseldorf und Frankfurt konkret sondiert. Dabei sind wir auf eine Vielzahl von Kanzleien getroffen, die der fortschreitenden Digitalisierung und wachsenden Mobilitätsansprüchen kaum Beachtung schenken. Sich von Altbewährtem zu trennen ist nicht leicht, den Anschluss zu verpassen aber auch nicht! Denn: Digitalisierte Formen der Bearbeitung haben sich längst etabliert und es gibt auch die Anderen! Dort werden fehleranfällige Kanzleiprozesse längst digital standardisiert.

Die Ergebnisse zeigen konkret folgendes Bild: Von 237 befragten Kanzleien sind nur etwa 6 Prozent der Kanzleien mit digitaler Buchhaltung vertraut und für knapp 1 Prozent der Kanzleien spielt das nur in ganz geringem Umfang überhaupt eine Rolle. Für die meisten Steuerberater/innen ist diese Art der Mandatsbetreuung noch kein Thema oder nur eines, was weit in der Zukunft liegt.

Die angeführten Gründe der Steuerberater/innen dafür sind zwar unterschiedlich, aber es kann schon von einem Trend gesprochen werden, der deutlich macht, dass aus Sicht der Branche die Mandanten noch das „Hauptproblem“ sind, wenn es um die Umstellung auf digitale Prozesse geht.  Viele Steuerberater/innen haben den Eindruck, dass sich die ohnehin schwierige Übermittlung der relevanten Belege für die Steuer und die Finanzbuchhaltung auf digitalem Wege als noch schwieriger herausstellen würde. Besonders das ist angesichts der Veränderungen in der Wirtschaft und auch im Privatbereich eigentlich kaum zu glauben. Digitale Prozesse nehmen rasant zu und das wird sicher auch Mandant/innen betreffen.

Die Arbeit in der Steuerberatung ist zwar keineswegs langweilig, aber wie in vielen anderen Berufen auch wiederkehrend.  So liegt es quasi auf der Hand diese Prozesse zu optimieren, die Notwendigkeit der Automatisierung zu erkennen ohne dabei jeglichen persönlichen Kontakt zu den Mandant/innen zu verlieren. Persönliche Beratung muss sein, aber über den Austausch von Standardfragen entwickeln sich in der Praxis in der Regel kaum persönliche Anknüpfungspunkte, die der Stärkung der Beziehung zwischen Mandant/innen und Steuerberater/innen auf die Sprünge helfen.

Insofern ist die Digitalisierung speziell für wiederkehrende Standardprozesse nur von Vorteil.  So bleibt genug Zeit für die eigentliche Beratung und alles Weitere kann kostensenkend und damit effizient digital verarbeitet werden. Was bleibt ist: Steuerberatung mit ausreichend Qualitätssicherung durch softwaregestützte Standardabläufe und eine kostengünstige Beratung ohne Qualitätsverlust. Wer diesen Zug in naher Zukunft verpasst, wird es schwer haben dem Wettbewerbsdruck dauerhaft Stand zu halten!

[Picture: by Craig Garner | unsplash.com]

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